Flandern kennen lernen
Von vielen Ländern und Regionen hat man bestimmte, fest umrissene Vorstellungen, die sich mit einigen Schlagwörtern zusammenfassen lassen. Mit der Schweiz assoziert man Schokolade und Uhren. Mit den Niederlanden Käse, Holzschuhe und Windmühlen. Aber wie ist es mit Flandern? Viele kennen die mittelalterlichen Städte Brügge und Gent oder den Hafen von Antwerpen. Bei Flandern denkt man auch an Pralinen, Genever, Pommes und die vielen Biersorten. Große Künstler wie Rubens und die Familie Bruegel waren in Flandern zu Hause. Wandteppiche, Spitzen und Miniaturen sind ebenfalls typisch für diese Region. Das alles sind keine Schlagwörter. Denn Flandern ist viel zu facettenreich, um in wenige Begriffe gezwängt zu werden.
Flandern liegt an der Nordsee und grenzt an die Niederlande und Frankreich. Flandern ist der nördliche Teil Belgiens. Die wichtigsten Städte Europas - London, Paris, Rotterdam, Amsterdam, Köln, Bonn und Luxemburg – liegen alle innerhalb eines Radius von 300 km um Brüssel, die Hauptstadt Flanderns.
Bereits im Mittelalter lag Flandern an der Kreuzung der wichtigsten europäischen Handelsstraßen. Von dort aus sind flämische Händler in die ganze damals bekannte Welt ausgeschwärmt. Umgekehrt bescherten zahlreiche ausländische Kaufleute den ruhmreichen flämischen Städten Wohlstand und kulturelle Vielfalt.
Die Sprache der Flamen ist Niederländisch. Flanderns weltberühmte Maler trugen wesentlich zur Blüte prächtiger Kunststädte bei, auf deren glorreiche Vergangenheit die Flamen heute noch stolz sind. Und dennoch ist Flandern ein gut gehütetes Geheimnis. Dort entstehen zeitgenössische Kunstwerke und Design von Weltgeltung, die Musik von Pop bis zur Klassik wird gehegt und gepflegt, die Küche gehört zu den besten der Welt, es gibt berühmte Sportler und eine herrliche Natur… Auch als Finanzplatz hat Flandern sich einen Namen gemacht. Antwerpen wurde vor kurzem von einem renommierten internationalen Reisemagazin als eine der zehn 'angesagtesten' Städte der Welt ernannt.